Lösung Externe Effekte und Natur

Zuletzt geändert von Brit Lüder am 2026/10/15 15:39

Der frei nutzbare See ist ein Allmendegut, weil seine Nutzung physisch und rechtlich nicht beschränkt ist. Niemand kann von der Nutzung des Sees ausgeschlossen werden (keine Ausschließbarkeit).
Außerdem besteht Konsumrivalität, da die Nutzung durch einzelne Wirtschaftssubjekte den Nutzen anderer einschränken kann, z. B. kann ein geangelter und konsumierter Fisch nicht durch einen anderen Angler geangelt werden.

Negative Externe Effekte entstehen, wenn ein Wirtschaftssubjekt durch sein wirtschaftliches Handeln negative Auswirkungen auf den Nutzen oder die Kosten eines unbeteiligten Dritten bewirkt und keine Ausgleichszahlung für die Nachteile erfolgt.
Bei der Nutzung des Sees können negative externe Effekte entstehen, wenn landwirtschaftliche Betriebe Wasser zur Bewässerung ihrer Felder entnehmen. Dadurch kann der Wasserstand sinken, sodass sich die Lebensbedingungen für Fische verschlechtern. Angler können deshalb weniger Fische fangen und die Badevergnügen für Familien nimmt ab. Da die Landwirte für die Wasserentnahme nicht zahlen müssen, werden die dadurch entstehenden Nachteile für die Angler und Familien nicht ausgeglichen. Es liegen negative externe Effekte vor.

Positive Externe Effekte entstehen, wenn ein Wirtschaftssubjekt durch sein wirtschaftliches Handeln positive Auswirkungen auf den Nutzen oder die Kosten eines unbeteiligten Dritten bewirkt und keine Ausgleichszahlung für die erlangten Vorteile erfolgt.
Bei der Nutzung des Sees können positive externe Effekte entstehen, wenn ein landwirtschaftliche Betrieb freiwillig die Uferbepflanzung verbessert, um die Wasserqualität für die Bewässerung zu erhalten. Dadurch erhöht sich auch der Nutzen für die Angler und die badenden Familien. Wenn Angler und Familien diesem Betrieb für den zusätzlich Nutzen keine Gegenleistung zahlen, entsteht für sie ein positiver externer Effekt.